Kategorie: Fieberthermometer

Ein Fieberthermometer misst die Körpertemperatur und zeigt dir, ob eine erhöhte Temperatur oder Fieber vorliegt. In unserem Sortiment findest du ein digitales Fieberthermometer für Ohr und Stirn, ein Ohrthermometer mit hygienischen Schutzkappen, ein Kontaktthermometer mit flexibler Spitze sowie passendes Zubehör wie Ersatzkappen und eine Aufbewahrungstasche.

Kurz und knapp: Fieberthermometer im Überblick

  • Bauarten: Kontaktthermometer messen über einen Sensor an der Spitze, Infrarotthermometer erfassen die Wärme, die Trommelfell oder Stirn abstrahlt.
  • Messort: Rektal gemessene Werte liegen am höchsten, im Mund gemessene rund 0,4 bis 0,5 °C und im Ohr gemessene rund 0,3 °C darunter.
  • Fieber beginnt bei etwa 38,1 °C: Werte zwischen 37,6 und 38,0 °C gelten bei Erwachsenen als erhöhte Temperatur, der Normalbereich liegt bei rund 36,0 bis 37,5 °C.
  • Hygiene: Reinige die Kontaktspitzen nach jeder Messung mit warmem Wasser oder einem Alkoholtupfer. Setze bei Ohrthermometern vor jeder Messung eine frische Schutzkappe auf.
  • Messdauer: Infrarotgeräte für Ohr und Stirn zeigen den Wert nach rund einer Sekunde an, ein Kontaktthermometer braucht 10 bis 60 Sekunden.

Was ist ein digitales Fieberthermometer und wie funktioniert es?

Ein digitales Fieberthermometer erfasst die Körpertemperatur elektronisch und zeigt den Wert auf einem Display an. Kontaktthermometer nutzen dafür einen Temperatursensor an der Spitze, der direkt an Haut oder Schleimhaut misst. Infrarotgeräte erfassen stattdessen die Wärmestrahlung von Trommelfell oder Stirn und rechnen sie in einen Temperaturwert um.

Ein Signalton oder ein Farbwechsel im Display meldet dir, wann die Messung abgeschlossen ist. Viele Geräte speichern frühere Werte, sodass du den Verlauf über den Tag nachvollziehen kannst. Der Messbereich liegt bei den meisten Geräten bei rund 32 bis 42 °C, die Anzeige erfolgt in Schritten von 0,1 °C. Das Ohr-Fieberthermometer von IEA Medical hält beispielsweise bis zu 40 Messwerte fest und meldet erhöhte Werte über einen Fieberalarm.

Digitales oder elektronisches Fieberthermometer, wo liegt der Unterschied?

Die Begriffe „digitales Fieberthermometer“ und „elektronisches Fieberthermometer“ bezeichnen dasselbe Gerät. Dabei handelt es sich um ein Thermometer mit Sensor und Digitalanzeige. Der Gegenbegriff ist das Ausdehnungsthermometer aus Glas, bei dem eine Flüssigkeit in einer Kapillare steigt und du den Wert an einer Skala abliest.

Welche Arten von Fieberthermometern gibt es?

Fieberthermometer unterscheiden sich darin, wie und wo sie messen. Kontaktthermometer brauchen direkten Hautkontakt und etwas Zeit, Infrarotgeräte messen im Ohr oder an der Stirn in Sekunden. Welche Bauart zu dir passt, hängt vom Alter der Person, von der gewünschten Messdauer und davon ab, wie viele Personen im Haushalt dasselbe Gerät nutzen.

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Bauart Messort Messdauer Besonderheit
Kontaktthermometer, teils mit flexibler Spitze Mund, Achsel, Po etwa 10 bis 60 Sekunden Die rektale Messung kommt der Körperkerntemperatur am nächsten. Wasserdichte Modelle lassen sich leicht reinigen.
Ohrthermometer mit Infrarotsensor Gehörgang wenige Sekunden Vor jeder Messung gehört eine frische Schutzkappe auf die Sonde. Bei Ohrenentzündung oder viel Ohrenschmalz ist die Messung nicht vorgesehen.
Stirnthermometer mit Infrarotsensor Stirn oder Schläfe, meist berührungslos etwa 1 bis 3 Sekunden Hygienisch und ohne Hautkontakt, weckt ein schlafendes Kind nicht. Schweiß und kalte Umgebung können den Wert verfälschen.
Kombigerät für Ohr und Stirn Gehörgang und Stirn etwa 1 bis 3 Sekunden Ein Gerät für beide Messarten, die Umschaltung läuft über eine Modustaste oder einen Aufsatz.
Schnullerthermometer Mund mehrere Minuten Ein Sauger mit Sensor für Säuglinge. Die Messung setzt voraus, dass das Kind den Schnuller die gesamte Messdauer über im Mund behält.
Ausdehnungsthermometer aus Glas Mund, Achsel, Po mehrere Minuten Kommt ohne Batterie aus und ist wasserdicht, dafür bruchempfindlich und langsam.

Ab wann spricht man von Fieber?

Von Fieber spricht man bei Erwachsenen ab einer rektal gemessenen Temperatur von etwa 38,1 °C. Werte zwischen 37,6 und 38,0 °C gelten als erhöhte Temperatur, der Normalbereich liegt bei rund 36,0 bis 37,5 °C. Weil die Körpertemperatur im Tagesverlauf schwankt und abends höher liegt, sagt eine einzelne Messung wenig über den Verlauf aus.

Der Messort verschiebt das Ergebnis, deshalb solltest du bei mehreren Messungen hintereinander immer dieselbe Stelle wählen:

  • Rektal: kommt der Körperkerntemperatur am nächsten und ist bei Säuglingen und Kleinkindern die Referenz.
  • Im Mund: liegt rund 0,4 bis 0,5 °C unter dem rektalen Wert.
  • Im Ohr: liegt rund 0,3 °C unter dem rektalen Wert. Miss immer im selben Ohr, sonst sind die Werte nicht vergleichbar.
  • Unter der Achsel: weicht am stärksten ab und braucht mit bis zu fünf Minuten die längste Zeit.
  • An der Stirn: läuft berührungslos und hygienisch, reagiert aber auf Schweiß, Zugluft und kalte Umgebungstemperatur.

Hinweis: Bei Säuglingen in den ersten Lebensmonaten solltest du eine erhöhte Temperatur immer ärztlich abklären lassen. Das gilt ebenso bei Fieber, das länger als zwei Tage anhält, bei Fieber über 39 °C sowie bei Anzeichen wie Nackensteife, Atemnot, anhaltendem Erbrechen, Krampfanfall oder Verwirrtheit. In akuten Notfällen wählst du den Notruf 112.

Wie misst du mit einem digitalen Fieberthermometer richtig?

Richtig misst du mit einem digitalen Fieberthermometer, wenn du das Gerät einschaltest, den Sensor an der vorgesehenen Stelle platzierst und den Wert erst nach dem Signalton abliest. Die Handhabung unterscheidet sich je nach Messort:

  • Rektal (im Po): Die Messspitze mit etwas Creme oder Vaseline einfetten und rund 1 bis 2 cm einführen. Bei Säuglingen und Kleinkindern ist das die Referenzmethode.
  • Oral (unter der Zunge): Den Sensor unter die Zunge legen und die Lippen schließen. 30 Minuten vorher nichts Heißes oder Kaltes essen oder trinken. Bei verstopfter Nase liefert diese Messart ungenaue Werte, weil der Mund zum Atmen geöffnet werden muss und dadurch auskühlt.
  • Axillar (unter der Achsel): Die Achselhöhle trocken tupfen, den Sensor mittig platzieren und den Arm eng an den Körper legen. Der Körper sollte während der Messung ruhen.
  • Im Ohr (aurikulär): Eine frische Schutzkappe aufsetzen, die Ohrmuschel leicht nach hinten oben ziehen und die Sonde in Richtung Trommelfell ausrichten. Viel Ohrenschmalz verfälscht den Wert.
  • An der Stirn: Die Stirn abtrocknen, Haare und Mütze beiseiteschieben und den Abstand einhalten, den der Hersteller angibt. Manche Geräte zeigen über eine Distanzkontrolle an, wann der Abstand stimmt.

Notiere zu jedem Wert die Uhrzeit und den Messort, dann wird der Verlauf über den Tag vergleichbar. Weiterführende Informationen dazu findest du in unserem Beitrag zur Dokumentation des Fieberverlaufs. Eine ausführliche Messanleitung nach Altersgruppen findest du ebenfalls in unserem Ratgeber mit Tipps zum Fiebermessen bei Babys, Kindern und Erwachsenen.

Hinweis: Ein rektal genutztes Fieberthermometer solltest du nicht im Mund oder unter der Achsel verwenden, auch nach gründlicher Reinigung nicht. In einem Haushalt mit mehreren Personen ist entweder ein eigenes Gerät pro Person die saubere Lösung oder ein Modell mit wechselbaren Schutzkappen und Einweghüllen.

Worauf solltest du beim Kauf eines digitalen Fieberthermometers achten?

Beim Kauf eines digitalen Fieberthermometers zählen die Messart, die Messdauer, die Ablesbarkeit des Displays und die Hygiene bei mehreren Nutzern. Überlege dir zuerst, wer das Gerät benutzt und wo gemessen werden soll. Erst danach lohnt der Blick auf Zusatzfunktionen wie Speicherplätze oder einen Fieberalarm. Wie oft du misst, gehört ebenfalls zur Entscheidung. Für gelegentliche Infekte reicht ein günstiges Kontaktthermometer, in einer Familie mit kleinen Kindern ist ein Infrarotgerät mit Speicherplätzen und Fieberalarm die praktischere Wahl.

  • Messart: Ein Kontaktthermometer deckt mehrere Messorte ab, ein Infrarotgerät misst schneller. Kombigeräte für Ohr und Stirn verbinden beides in einem Gehäuse.
  • Messdauer: Eine Sekunde reicht bei Infrarotgeräten, ein Kontaktthermometer braucht je nach Modell 10 bis 60 Sekunden.
  • CE-Kennzeichnung: Fieberthermometer sind Medizinprodukte. Achte auf die CE-Kennzeichnung, die Ausweisung als Medizinprodukt und nachvollziehbare Herstellerangaben.
  • Flexible Messspitze: Ein beweglicher Messkopf passt sich der Lage an und senkt das Verletzungsrisiko, vor allem bei der rektalen Messung am Baby.
  • Abschaltautomatik: Das Gerät schaltet sich nach der Messung selbst ab und schont so die Batterie.
  • Ablesbarkeit: Ein großes Display mit Hintergrundbeleuchtung hilft bei Messungen nachts am Kinderbett.
  • Fieberalarm: Ein akustisches Signal oder eine farbige Einordnung meldet erhöhte Werte. Achte darauf, ob sich der Ton stummschalten lässt.
  • Speicherplätze: Mehrere gespeicherte Werte machen den Fieberverlauf über den Tag sichtbar.
  • Hygiene: Prüfe, ob Schutzkappen im Lieferumfang enthalten und einzeln nachbestellbar sind.
  • Lieferumfang: Batterien, Etui und Gebrauchsanweisung sparen dir den Nachkauf. Eine Schutztasche hält das Gerät in der Wickeltasche oder im Reisegepäck heil.

Häufige Fragen zu Fieberthermometern

Welches Fieberthermometer ist für Neugeborene geeignet?

Für Neugeborene eignet sich ein digitales Kontaktthermometer mit flexibler Spitze zur rektalen Messung oder ein berührungsloses Stirnthermometer, das ein schlafendes Baby nicht weckt. Die Ohrmessung ist in den ersten Lebensmonaten nicht vorgesehen, weil der Gehörgang noch zu eng für die Sonde ist. Verbindlich ist immer die Altersfreigabe in der Gebrauchsanweisung. Im Sortiment von IEA Medical gibt es das digitale Fieberthermometer mit flexibler Spitze. Das eignet sich für die rektale, orale und axillare Messung.

Welches digitale Fieberthermometer eignet sich für Kinder?

Für Kinder eignet sich ein digitales Fieberthermometer, das in ein bis zwei Sekunden misst, denn längeres Stillhalten gelingt bei einem fiebrigen Kind selten. Ohr- und Stirnthermometer erfüllen das. Spätestens bei mehreren Kindern im Haushalt kommt der Hygieneaspekt dazu. Einweg-Schutzkappen verhindern, dass die Sonde von Ohr zu Ohr wandert. Beim Ohr-Fieberthermometer von IEA Medical liegen 20 Kappen bei, Ersatzkappen lassen sich nachbestellen. Das digitale Fieberthermometer AOJ misst wahlweise im Ohr oder an der Stirn, liefert das Ergebnis nach einer Sekunde und ordnet den Wert farblich ein.

Welches Fieberthermometer eignet sich für Senioren?

Für Senioren zählt eine Bedienung, die ohne Blick in die Anleitung auskommt, am besten über eine einzige Taste. Einzelne Modelle geben den Messwert zusätzlich per Sprachausgabe aus, was bei eingeschränktem Sehvermögen hilft. Bedenke außerdem, dass ältere Menschen bei Infekten oft schwächer fiebern als jüngere.

Wie genau misst ein digitales Fieberthermometer?

Ein digitales Fieberthermometer zeigt den Wert in Schritten von 0,1 °C an, für Kontaktthermometer geben Hersteller häufig eine zulässige Abweichung von ±0,1 °C an. Stärker als diese Gerätetoleranz wirkt sich der Messort aus. Werte unter der Achsel liegen rund 0,5 bis 1 °C unter der Körperkerntemperatur.

Warum unterscheiden sich Fieberthermometer so stark im Preis?

Den größten Unterschied macht die Messtechnik. Digitale Kontaktthermometer sind die günstigste Bauart, Infrarotgeräte für Ohr und Stirn liegen deutlich darüber, weil Sensor und Auswertung aufwendiger sind.

Wo kann man ein Fieberthermometer kaufen?

Ein Fieberthermometer kannst du direkt im Shop von IEA Medical kaufen. Außerdem sind Fieberthermometer in Apotheken, Sanitätshäusern und Drogeriemärkten erhältlich. Für den Online-Kauf spricht, dass du Messart, Lieferumfang und Zubehör in Ruhe vergleichen kannst, bevor du bestellst. Bei IEA Medical bekommst du zum digitalen Fieberthermometer auch das passende Zubehör, etwa Ersatzkappen für das Ohrthermometer und eine Tasche für das Fieberthermometer AOJ.